Warum einen Masterstudiengang?

Eine erfolgreiche Planung und Durchführung klinischer Forschungsprojekte verlangt von Biometrikern neben methodischen Kenntnissen auch umfangreiches medizinisches und bereichsübergreifendes Wissen und die Fähigkeit, diese beiden Wissenschaftsbereiche zusammenzuführen.

In Deutschland besteht ein großer Bedarf an wissenschaftlich ausgebildeten Biometrikern, der derzeit nicht gedeckt werden kann, weil entsprechende grundständige Ausbildungen fehlen. Auch in anderen Ländern der EU kann derzeit der Bedarf in diesem Beruf nicht gedeckt werden, jedoch bestehen in den meisten anderen EU-Ländern Ausbildungsgänge für dieses Berufsbild (meist „Biostatistician“ genannt).

Die Universität Heidelberg befindet sich zur Zeit in der Umsetzungsphase des Bologna-Prozesses zur Einführung eines internationalen Studiensystems. Im Rahmen dieses Prozesses ist die Umwandlung der in Deutschland einzigartigen Postgraduiertenausbildung „Medizinische Biometrie“ in einen Masterstudiengang die logische Konsequenz. Durch die Berücksichtigung europäischer Vorgaben bezüglich der Strukturierung und Modularisierung von Studiengängen und die systematische Umsetzung dieser Vorgaben bei der Curriculumplanung erfüllt der geplante Masterstudiengang internationale Standards. Der Masterstudiengang Medizinische Biometrie ist damit auf dem europäischen Hochschulmarkt wettbewerbsfähig und führt zu einem europaweit anerkannten universitären Abschluss. Den Absolventen wird der Grad eines „Master of Science“ verliehen.

Alle Angaben zum Masterstudiengang sind vorläufiger Natur. Der Start des Masterstudiengangs ist zum 01.10.2006 geplant, vorbehaltlich einer erfolgreichen Akkreditierung und Genehmigung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.


last update: 01-Dez-2005